Gerade hat die Meldestelle Antifeminismus das neue Zivilgesellschaftliche Lagebild Antifeminismus veröffentlicht. 640 antifeministische Vorfälle wurden dort im Jahr 2025 dokumentiert – die Dunkelziffer dürfte noch deutlich größer sein. Entlang konkreter Zahlen und Analysen zu antifeministischen Akteur*innen, Angriffsmotiven, -formen und –zielen gibt das Lagebild einen detaillierten Überblick zu aktuellen Entwicklungen im Bereich Antifeminismus.
Dabei zeichnet sich eine deutliche Verschärfung der Angriffsdynamiken ab. Besonders alarmierend sind etwa die hohen Zahlen misogyn motivierter Vorfälle sowie von antifeministisch motivierter, geschlechtsspezifischer Gewalt. Letztere nimmt zunehmend technologisierte Formen an. An der Schnittstelle von sich rasant entwickelnden, generativen KI-Anwendungen und Sozialen Medien entsteht eine neue digitale Infrastruktur der Gewalt.
Aber auch koordinierte Angriffe auf (kommunale) Gleichstellungsarbeit und feministischen Gewaltschutz haben stark zugenommen.
Im Rahmen der Veranstaltung stellen die Referent*innen Palo Quirion, Dr. Atlanta Ina Beyer und Dr. Victoria Scheyer das Zivilgesellschaftliche Lagebild Antifeminismus 2025 vor und ordnen aktuelle Entwicklungen in Bezug auf Antifeminismus ein.
Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus Gleichstellung, Gewaltschutz, Verwaltung, Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft sowie an alle am Thema Interessierten.
Die Meldestelle Antifeminismus ist Teil des Projekts ZAFFA – Zentrale Anlaufstelle und Fachberatung bei organisierter Frauenfeindlichkeit und Antifeminismus des Vereins Lola für Demokratie e.V.
Das Projekt ZAFFA wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen desBundesprogrammes „Demokratie leben!“ gefördert. |