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Foto: Regenbogenflagge mit diagonalen Streifen in Schwarz, Braun, Hellblau, Rosa und Weiß (Progress-Pride-Flagge).
 
Hallo und willkommen zu unserem Fachnewsletter „Antifeminismus begegnen” Mai 2026
 
 
Aus dem GWI
Onlineartikel

Richtungswahl in Ungarn: Auch für die Rechte von Frauen und Queers?
Die Orbán-Regierungszeit war von starken Repressionen gegen LGBTIQ geprägt, Frauen existieren im Weltbild seiner Partei Fidesz vor allem als Mütter. Wie geht es für Frauen und Queers nach der Wahl in Ungarn weiter? Von Josephine von der Haar vom 16.04.26 via gwi-boell.de.

Buchrezension

Auftakt eines gefährdeten Wertewandels
Ein neues Buch schildert im Detail, wie in der New Yorker Christopher Street die schwule Emanzipationsbewegung begann und zieht Verbindungen zu heutigen queerfeindlichen und antifeministischen Angriffen. Von Thomas Gesterkamp vom 20.03.26 via gwi-boell.de

Aus der Antifeminismus-begegnen-Mediathek

„Alice für Alice | Frauenrechtlerin unterstützt AfD”
Alice Schwarzer, die „bekannteste Vertreterin der Frauenbewegung”? Raweel Nasir spricht in ihrem taz-Kommentar einigen Feminist*innen aus der Seele: Mit Feminismus im Sinne der Gleichberechtigung für alle Frauen und FLINTAS hat das wenig zu tun. Worin liegt die Kritik an der Emma-Gründerin begründet?

 
 
Unsere Veranstaltungen

27.05.26, 17.30–21 Uhr, Berlin
Starke Männer, starke Staaten? Männlichkeitsideale in Zeiten geopolitischer Krisen in Asien und Deutschland
Podiumsdiskussion und Ausstellungseröffnung, kostenfrei mit Anmeldung, ohne Livestream

01.06.26, 17–18.30 Uhr, online
Cash for Action: Finanzierung feministischer Zivilgesellschaft sichern
Online-Veranstaltung mit Livestream, kostenfrei mit Anmeldung

 
 
Aktuelles
Rechtsgutachten

Verfassungswidrige Anweisung zur Diskriminierung: Sprachverbote an Hochschulen und die Pflicht zu geschlechtergerechter Sprache
Sprachverbote sind verfassungs- und gesetzeswidrig – zu diesem klaren Ergebnis kommt das von der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) beauftragte Rechtsgutachten von Prof. Ulrike Lembke vom 11.05.26. Es räumt mit verbreiteten Falschbehauptungen auf, versammelt einschlägige Gerichtsentscheidungen und zeigt den Zusammenhang von Sprachverboten mit Antifeminismus, Queer- und Transfeindlichkeit sowie Rechtsextremismus.

Onlineartikel

Umstrukturierung „Demokratie leben": Bildungsangebot und Beratungsstelle vor dem Aus?
Die geplante Neuausrichtung des Bundesprogramms „Demokratie leben!" trifft auch Mecklenburg-Vorpommern: Zwei Innovationsprojekte stehen vor dem Aus – darunter die bundesweit tätige Fachberatungsstelle ZAFFA gegen organisierte Frauenfeindlichkeit und Antifeminismus sowie die angegliederte Meldestelle Antifeminismus bei Lola für Demokratie e.V. Dabei laufen die programminternen Evaluationen noch. Eine Faktengrundlage für die Kritik der „Unwirksamkeit" fehlt bislang. Von Louise Blöß vom 29.04.26 via katapult-mv.de

Analyse

Das neue Normal ist queerfeindlich. Auswertung der rechten Angriffe auf CSDs in der Pridesaison 2025
Bei mehr als der Hälfte aller CSDs in Deutschland kam es 2025 zu rechten Angriffen, Störungen oder organisierten Gegenprotesten. Das zeigt die neue bundesweite Auswertung des Autor*innenkollektivs Feministische Intervention (AK Fe.In). Von Neonazi-Aufmärschen über behördliche Schikane bis hin zu anonymen Drohungen: Die Analyse macht deutlich, wie systematisch queere Sichtbarkeit unter Druck gerät und warum das für die Pridesaison 2026 nichts Gutes verheißt. Vom 21.04.26 via feministische-intervention.de

Handreichung

„Gegenwind oder doch schon ein Sturm?“ zeigt Ausmaß organisierter Angriffe auf die Gleichstellungsarbeit
Für diese Handreichung wurden Angriffe auf die kommunale Gleichstellungsarbeit erstmals strukturiert erhoben und aufbereitet. Sie wurde in Zusammenarbeit mit der Amadeu Antonio Stiftung und unter fachlicher Beratung von Lola für Demokratie e.V. entwickelt und am 13.04.26 veröffentlicht.

Länderstudien

Zum „Schutz" der Nation?  & Wandel der Geschlechterordnung
Zwei neue Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung aus der Reihe „Triumph der Frauen?" vom April 2026 analysieren, wie die Regierungsparteien in Russland und der Türkei antifeministische Narrative als politisches Instrument einsetzen. Aleksandra Talaver zeigt, wie „Einiges Russland" Frauen symbolisch mobilisiert und gleichzeitig ihre Rechte sowie die von LGBTIQ-Personen systematisch abbaut. Ähnliches gilt für die AKP, die laut Selime Büyükgöze mit einer Mischung aus religiöser Moral, Nationalismus und kontrollierter Modernisierung eine zunehmend antifeministische Geschlechterordnung festigt. Beide Studien machen deutlich: „Gender-Ideologie" ist kein Kulturkampfbegriff, sondern ein gezieltes Machtinstrument.

Podcast, Vortrag

Umkämpfte Geschlechterverhältnisse: Der lange Schatten des Antifeminismus
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Feministischen Zentrums Freiburg hielt Wissenschaftlerin Rebekka Blum beim Workshop der Fantifa einen öffentlichen Input. Was ist Antifeminismus und wie lässt er sich aus historischen Entwicklungen herleiten? Radio Dreyeckland hat den Vortrag dokumentiert und macht ihn damit einem breiteren Publikum zugänglich. Vom 12.04.26.

Onlineartikel

Der Fall Fernandes: Wie Rechtsextreme den Schutz vor sexualisiertem Missbrauch instrumentalisieren
Der Fall Ulmen/Fernandes macht sichtbar, wie rechtsextreme und verschwörungsideologische Milieus Debatten über sexualisierte Gewalt gezielt für rassistische, antisemitische und antifeministische Narrative instrumentalisieren. Gleichzeitig verweigern sie Betroffenen genau den Schutz, den sie lautstark einfordern. Selina Alin analysiert die Mechanismen dieser Instrumentalisierung: von der Ethnisierung von Gewalt über Opfer-Täter-Umkehr bis hin zur Delegitimierung feministischer Schutzforderungen. Vom 31.03.26 via belltower.news

Kommentar

Antifeminismus-Boom: Vom Krypto-Bro zum Frauenhasser
Junge Frauen werden linker, junge Männer rechter. Aber stimmt das wirklich? Ole Liebl analysiert den viel diskutierten politischen Gendergap und verschiebt den Fokus: Die Mechanismen, über die Antifeminismus als Einstiegsdroge in rechte Ideologien funktioniert, seien das Kernproblem: von Gym-Content über Krypto-Kultur bis zur Manosphere. Ein Plädoyer dafür, den vorpolitischen Raum junger Männer ernst zu nehmen. Vom 25.03.26 via taz.de

Englisches Toolkit

In It Together: Feminist Resilience Toolkit
Das „In It Together: Feminist Resilience Toolkit“ wurde von der Globalen Einheit für Feminismus und Geschlechterdemokratie der Heinrich-Böll-Stiftung erstellt und auf der UN-Frauenrechtkommission (CSW70) in New York präsentiert. Das Toolkit untersucht, wie sich Anti-Gender-Bewegungen weltweit auf feministische Räume auswirken und bietet Strategien zur Stärkung der psychischen, physischen, digitalen und finanziellen Widerstandsfähigkeit innerhalb der Bewegungen. Vom März 2026 via boell.de.

Onlineartikel

Manosphere: Der wachsende Einfluss digital vernetzter Frauenhasser
Die Manosphere ist kein einheitliches Phänomen, sondern ein fragmentiertes Ökosystem. Was alle Gruppen verbindet, ist ein antifeministisches Weltbild. Sina Laubenstein vom Institute for Strategic Dialogue erklärt, wie aus harmlosen Dating-Tipps und Fitness-Content ein Radikalisierungsraum entsteht, der Hass auf Frauen gesellschaftsfähig macht und warum gerade junge Männer besonders anfällig sind. Von Kira von der Brelie vom 22.03.26 via rnd.de.

Podcastfolge

Storch und Himmlers Reichszentrale
Beatrix von Storch hat im Bundestag eine Große Anfrage zur staatlichen Förderung von LGBTIQ-Rechten, Gendergleichstellung und Abtreibung im Ausland gestellt. Andreas Kemper zeichnet in seinem Podcast nach, wie von Storchs Familiengeschichte eng mit Himmlers Reichszentrale zur Bekämpfung von Homosexualität und Abtreibung verknüpft ist. Was verrät das über ihre politischen Prioritäten? Vom 23.03.26 via andreaskemper.org

Buch, Open Access

Antifeministische Kräfte zur Absicherung patriarchaler Verhältnisse
Antifeminismus ist keine bloße Reaktion auf feministische Bewegungen, sondern eine eigenständige Ideologie zur Absicherung patriarchaler Verhältnisse. Das zeigt Rebekka Blums Dissertation zu Antifeminismus in Westdeutschland zwischen 1945–1990. Auf Basis von Archivrecherchen und Zeitzeug*innen-Interviews entwickelt sie den „Dreischritt des Antifeminismus" und fördert dabei zahlreiche bislang kaum dokumentierte rechte Angriffe auf feministische, queere und migrantische Projekte zutage. Vom 16.03.26 via Verlag Barbara Budrich.

Recherche, Expertise

Antifeminismus in Berlin: Eine demokratiepolitische Herausforderung
Die Grüne Fraktion Berlin hat am 06.03.26 die erste umfassende wissenschaftliche Expertise zu antifeministischen Netzwerken, Strategien und Einflussstrukturen in der Hauptstadt vorgestellt. Die Analyse von Andreas Kemper zeigt, wie eng Politik, religiöser Fundamentalismus, Männerrechtsmilieus und rechte Medien verzahnt sind. Antifeminismus ist ein zentrales Bindeglied zwischen konservativen und rechtsextremen Einstellungen und damit eine unmittelbare Bedrohung für die Demokratie. Aus der Expertise hat die Fraktion einen konkreten politischen Antrag entwickelt. Vom 06.03.26.

 
 
Veranstaltungen aus dem Netzwerk

19.05.26, 09.30–15.00 Uhr, Bochum
Wenn Gleichstellung gewinnt, gewinnen wir alle
Fachveranstaltung für Beschäftigte aus Verwaltung, Wissenschaft,  Wirtschaft sowie Interessierte, kostenfrei mit Anmeldung via Netzwerk „Besser miteinander – Bochumer Arbeitgebende gegen Diskriminierung"

21.05.26, 17.30–19.00 Uhr, online
Solidarität und Allyship – Aufstehen gegen Spaltung: Safer Spaces, Argumentationstraining und Dialogkompetenz für herausfordernde Situationen
Online-Veranstaltung, kostenfrei mit Anmeldung bis 19.05.2026 via GEW-Arbeitsbereich Frauen-, Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik

28.05.26, 19.00 Uhr, Hamburg
Chauvinismus Macht Politik
Diskussion, kostenfrei mit Anmeldung via Körber-Stiftung

29.05.26, 19.00–21.00 Uhr, Hamburg
Autoritäre Neuordnung der Gesellschaft: Antifeminismus als Brückenideologie
Diskussion/Vortrag, Auftaktgespräch des Feministischen Kongresses Hamburg via Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

02.06.26, 18.00–19.30 Uhr, online
Online-Elternabend: Medienwelt heute – Thema: Hass auf Frauen – Wenn Antifeminismus viral geht
Online-Veranstaltung für Eltern & pädagogische Fachkräfte, mit Anmeldung via Landesmedienanstalt Saarland, Genderkompetenz-Zentrum & Frauenrat Saarland e.V.

05.06.26, 14.00–16.00 Uhr, Hamburg
Antifeminismus, digitale Gewalt und Strafverfolgung
Paneldiskussion, kostenfrei via Rosa-Luxemburg-Stiftung & Kurzfilm Festival Hamburg

11.06.26, 09.30–15.30 Uhr, Hamburg
Fachtag: „Demokratiefeindlichkeit und Antifeminismus im Betrieb"
Fachtag für Personal- und Betriebsratsmitglieder & Arbeitnehmer*innen, barrierefrei, kostenfrei mit Anmeldung via DGB Hamburg & Friedrich-Ebert-Stiftung Nord

Anschließend: 17.00–18.30 Uhr Diskussion/Vortrag, kostenfrei mit Anmeldung
Anti-Antifeminismus! – Von der Reaktion in die Aktion. Fair und solidarisch

12.06.26, 19.00–20.30 Uhr, Meldorf
Rechtsextremismus und Antifeminismus – Bedrohung in der Mitte der Gesellschaft
Diskussion/Vortrag, kostenfrei mit Anmeldung via Friedrich-Ebert-Stiftung & Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen

13.06.26, Stuttgart
Tradwives, Fundamentalisten & die Manosphere: Wenn Antifeminismus viral geht
Vortrag und Austausch, kostenfrei via About Pop-Festivals

17.06.26, 17.30–19.00 Uhr, online
Auf dem Weg zur Normalität? LGBTQ+-Familien und ihr Kampf um Anerkennung
Online-Vortrag, mit Anmeldung via Kompetenzzentrum Gender & Diversity (KomGeDi, TH Nürnberg)

18.06.2026, 09.00–15.00 Uhr, Saarlouis
Antifeminismus erkennen und entgegentreten
Fachtagung, kostenpflichtig mit Anmeldung bis 29.05.2026 via Adolf-Bender-Zentrum & Fachstelle gegen Rechtsextremismus für Demokratie (Mobile Beratung Saarland)

18.–19.06.2026, München
Demokratie und Gleichstellung unter Druck – emanzipatorische Perspektiven und Strategien
Fachtagung, kostenpflichtig mit Anmeldung bis 31.05.26 via RESAG, Frauenakademie München (FAM), Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus (LKS) & Netzwerk Genderforschung und Gleichstellungspraxis Bayern (NeGG)

23.06.26, 10.00–14.00 Uhr, Mannheim
NEM*A Thema – Antifeminismus
Workshop für Fachkräfte der Kinder- & Jugendarbeit, kostenfrei mit Anmeldung via NEM*A

25.06.26, 08.30–12.30 Uhr, Saarbrücken
Tradwifes, Incels, Manosphere – Wenn Antifeminismus viral geht
Seminar für pädagogische Fachkräfte, mit Anmeldung via Landesmedienanstalt Saarland, Genderkompetenz-Zentrum & Frauenrat Saarland e.V.

30.06.26, 18.00–19.30 Uhr, online
Warum Wissenschaft heute zum Politikum wird
Online-Vortrag, kostenfrei mit Anmeldung via Fachbereich Gesundheitswissenschaften der Hochschule Fulda

26.07.26, 10.00–14.30 Uhr, Mülheim an der Ruhr
Antisemitismus, Antifeminismus, LGBTQ Feindlichkeit – die verschiedenen Gesichter rechter Kulturkämpfe
Vortrag & Diskussion inkl. Brunch, kostenfrei via Arbeit und Leben Mülheim & DGB MEO

 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf unserer Website
gwi-boell.de/antifeminismus.

Fachkontakt:
Sandra Ho, antifeminismus@boell.de

 

gwi-boell.de

 

Bild: Serazetdinov/Adobe Stock, alle Rechte vorbehalten.

Absenderin: Heinrich-Böll-Stiftung, Die grüne politische Stiftung, info@boell.de
Redaktion: Sandra Ho
V.i.S.d.P.: Annette Maennel

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