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Mai 2026

Liebe GWI-Community,

der Mai bringt politische und gesellschaftliche Bewegung. Während antifeministische Kräfte weltweit versuchen, Gleichstellung zurückzudrängen, zeigen feministische Initiativen und solidarische Netzwerke jeden Tag, wie wichtig Widerstand und gemeinsames Handeln bleiben.

Innerhalb des GWI gibt es Neuigkeiten: Für das Jahr 2026 übernehmen unsere Referentinnen Amina Nolte und Sandra Ho die kommissarische Leitung des Instituts. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit ihnen die Arbeit des GWI weiterzuführen und neue Impulse zu setzen.

In diesem Newsletter blicken wir unter anderem auf einen lesbischen Zufluchtsort auf Lesbos und stellen einen neuen Beitrag aus unserem Sicherheitsdossier vor. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Causa Fernandes und Ulmen. Der Fall macht erneut sichtbar, wie schnell sexistische Dynamiken relativiert und Betroffene öffentlicher Häme ausgesetzt werden, sobald Machtkritik formuliert wird. Die Debatte zeigt, wie notwendig es bleibt, gesamtgesellschaftlich über strukturelle Gewalt gegen Frauen* zu sprechen und politisch zu handeln.

International richten wir den Blick auf aktuelle Entwicklungen und schauen zurück auf die Richtungswahl in Ungarn, deren Auswirkungen auf Demokratie, Gleichstellung und queere Rechte weit über das Land hinausreichen. Daneben empfehlen wir euch zwei Bücher, die aktuelle feministische Debatten streitbar und inspirierend begleiten.

Mit Blick auf den bevorstehenden Männertag am 14. Mai möchten wir außerdem betonen: Feministische Kämpfe brauchen Verbündete aller Geschlechter. Gleichberechtigung, soziale Gerechtigkeit und ein Ende patriarchaler Gewalt können wir nur gemeinsam erreichen. Männer sind gefragt, Verantwortung zu übernehmen, Privilegien zu hinterfragen und sich aktiv für feministische Ziele einzusetzen.

Solidarische Grüße,

euer Team vom GWI

 
 
LGBTQIA+
Ein Felsen im dunkelblauen Wasser vor der Insel Lesbos
Reportage

Ein Besuch im Mekka der Lesben
Das griechische Lesbos ist tatsächlich ein Lieblingsziel für lesbische Tourist*innen. Hier suchen sie Gemeinschaft, Strände ohne männliche Blicke – und die Magie der Urmutter.

Am 26. April wird seit 2008 weltweit der Tag der lesbischen Sichtbarkeit und damit die vielfältige Geschichte und Kultur lesbischen Lebens gefeiert. Anlässlich dazu erschien diese Reportage von Anna Dotti über ein Festival von und für Frauen*.

Zur Reportage
 
 
Dossier: Mit Sicherheit – nicht?
Illustration: Vor pinkfarbenem Hintergrund schwebt eine Erdkugel, die mit einer Kette und Schloss verschlossen ist.
Dossier-Artikel

Warum feministische Außenpolitik kein Allheilmittel für Sicherheitsfragen ist
Feministische Außenpolitik wird häufig dafür kritisiert, keine Antworten auf Kriege und Konflikte zu liefern. Das stimmt auch oft – aber nicht, weil feministische Ansätze als solche keine effektiven Lösungen bieten, sondern weil es bei der Konzeptionalisierung und Umsetzung von feministischer Außenpolitik als staatliches Mittel hapert.

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Feministische Digitalpolitik
Ausgabe des Spiegel mit Collien Fernandes auf dem Cover
Artikel

Digitale Gewalt ist kein Einzelfall – Der Fall Collien Fernandes und was daraus folgen muss
Der Fall Collien Fernandes macht sichtbar, was sonst verborgen bleibt: Digitale Gewalt ist kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Problem. Die Vorwürfe gegen Christian Ulmen stehen exemplarisch für eine Realität, die viele täglich erleben. Die Folgen gehen weit über das Netz hinaus und reichen bis in die Demokratie selbst.

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Antifeminismus
Ein Oberkörper mit T-Shirt, darauf die Aufschrift: "Freedom Orban" mit dem Gesicht von Viktor Orban auf einer Pride Flagge.
Artikel

Richtungswahl in Ungarn: Auch für die Rechte von Frauen und Queers?
Die Orbán-Regierung war von starken Repressionen gegen LGBTIQ geprägt, Frauen existieren im Weltbild seiner Partei Fidesz vor allem als Mütter. Wie geht es für Frauen und Queers nach der Wahl in Ungarn weiter?

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Jemand hängt eine Pride Flagge aus dem Fenster
Buchanalyse

Auftakt eines gefährdeten Wertewandels
Ein neues Buch schildert im Detail, wie in der New Yorker Christopher Street die schwule Emanzipationsbewegung begann – und zieht Verbindungen zu heutigen queerfeindlichen und antifeministischen Angriffen.

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Antifeminismus-begegnen-Mediathek
Cover des Buches: Mehrere Frösche in unterschiedlichen größzen, gezeichnet.
Buch

Incels: Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults
Mit Incels legt Veronika Kracher eine der ersten umfassenden Analysen einer digitalen Subkultur vor, die längst mehr ist als ein Randphänomen: die Incel-Bewegung. „Involuntary Celibates“ – also unfreiwillig sexuell enthaltsame, meist heterosexuelle Männer – organisieren sich in Onlineforen und teilen die Überzeugung, ihnen stünde Sex als männliches Grundrecht zu. Frauen, die dieses „Recht“ verweigern, werden zur Projektionsfläche für Hass und Gewaltfantasien. Kracher ordnet diese Taten nicht als Ausnahmen, sondern als extreme Zuspitzung eines breiteren frauenfeindlichen Weltbilds ein.

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Publikationen
Cover der Publikation: Drei Männer lachen in die Kamera
E-Paper

Positive Narrative: Eine Methode, um Männer und Jungen zu inspirieren, sich zu entfalten und zu einer Welt der Gleichberechtigung beizutragen
Angesichts der dringenden Notwendigkeit, dem Backlash gegen Geschlechtergerechtigkeit und Feminismen entgegenzuwirken, präsentiert dieser Bericht einen evidenzbasierten Rahmen, um Männern und Jungen einen besseren Weg aufzuzeigen und geschlechtertransformative Arbeit durch narratives Eingreifen zu fördern. Der Bericht stützt sich auf die Arbeit vieler Organisationen und fördert, systematisiert und verbreitet ihre Ergebnisse. Zudem lädt der Bericht Sie ein, daran mitzuarbeiten und sie weiter auszubauen.

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Veranstaltungen
Soldaten-Spielzeugfiguren auf weißem Leinen mit Tannenmuster
Podiumsdiskussion

Mittwoch, 27. Mai 2026, 17.30 – 21.00 Uhr
Starke Männer, starke Staaten? Männlichkeitsideale in Zeiten geopolitischer Krisen in Asien und Deutschland
Die Veranstaltung beleuchtet, wie Militarisierung und patriarchale Männlichkeitsbilder weltweit und besonders in Asien zusammenwirken und antifeministische Entwicklungen verstärken. Anhand von Beispielen aus Südkorea und Myanmar sowie mit Blick auf deutsche Debatten über Aufrüstung und Wehrpflicht wird diskutiert, wie Staaten Männlichkeitsideale nutzen, welche Alternativen es gibt und was feministische Bewegungen voneinander lernen können.

Geldschein zusammengeschnürt vor pinkfarbenem Hintergrund
Online-Veranstaltung
Montag, 01. Juni 2026, 17.00 – 18.30 Uhr
Cash for Action: Finanzierung feministischer Zivilgesellschaft sichern
Zvilgesellschaftliche und feministische Organisationen geraten weltweit zunehmend unter Druck – durch Einschüchterung und Kürzungen finanzieller Mittel, was sich auch in Deutschland abzeichnet. Ein neuer Leitfaden soll feministische NGOs dabei unterstützen, nachhaltige Finanzierungswege zu finden, und zugleich den Austausch darüber fördern, welche Unterstützung und Rahmenbedingungen Demokratieförderung heute braucht.

Alle Veranstaltungen
 
 
Das GWI bei Instagram
Illustration: Instagram-Beitrag vom Account „gwi_feminismus“ mit zwei Personen, die sich selbstbewusst präsentieren. Text: Heinrich Böll Stiftung, Gunda Werner Institut.
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@gwi_feminismus
Wir posten regelmäßig intersektional und feministisch. Folgt uns gerne!
GWI auf Instagram
 

gwi-boell.de

 

Bilder: LGBTQIA+: Ilir Tsouko; Dossier: Melanie Gandyra, Luisa Stömer und Eva Wünsch; Feministische Digitalpolitik: IMAGO/ Christian Ender; Antifeminismus: IMAGO/ EST&OST, IMAGO / Emmanuele Contini; Antifeminismus-begegnen-Mediathek: Ventil Verlag; Veranstaltungen: Pexels/ Polina Tankilevitch, Unsplah/ Sasun Bughdaryan; Das GWI bei Instagram: Illustration: El Boum, all rights reserved. 

Absenderin: Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung, gwi@boell.de
Redaktion: Franziska Schmid
V.i.S.d.P.: Annette Maennel

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