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März 2026

Liebe GWI-Community,

in der Woche vor dem Internationalen Feministischen Kampftag richten wir unseren Blick auf die internationale Geschichte und Gegenwart feministischer Kämpfe. Weltweit gehen Menschen am 8. März auf die Straße, organisieren sich, streiken und machen deutlich: Gleichberechtigung, körperliche Selbstbestimmung und ein Leben frei von Gewalt sind keine Selbstverständlichkeiten, sondern werden täglich erkämpft. Der 8. März ist Erinnerung, Protest und Vision zugleich. Das macht ihn zentral für unsere Arbeit am GWI.

Wir erklären uns solidarisch mit allen FLINTA*s, die am 9. März streiken und ihre Arbeit niederlegen. Care-Arbeit, Lohnarbeit und politische Arbeit halten unsere Gesellschaft zusammen. Wenn sie sichtbar verweigert werden, wird deutlich, wie grundlegend feministische Forderungen nach Gerechtigkeit und Umverteilung sind.

In diesem Newsletter greifen wir Themen auf, die die politische Dimension feministischer Kämpfe unterstreichen: Unser neues Dossier beleuchtet feministisch gedachte Sicherheit jenseits von Abschottung und Kontrolle. Wir beschäftigen uns mit sexueller Belästigung auf digitalen Plattformen wie Vinted und zeigen, warum auch der unerfüllte Kinderwunsch politisch ist. Zudem werfen wir einen Blick auf das Comeback pronatalistischer Ideologien und fragen, was geschieht, wenn rechte Bevölkerungspolitik auf finanzielle Macht und moderne Reproduktionstechnologien trifft.

Außerdem geht unser „Feministischer Zwischenruf“ wieder an den Start. Den Auftakt macht ein Atikel, der die aktuelle Agenda zu mehr Arbeit der CDU/CSU kritisch einordnet: Begleitend dazu laden wir zu einer Veranstaltung mit Buchvorstellung ein.

Der 8. März erinnert uns daran, dass feministische Kämpfe international vernetzt sind und dass unsere Arbeit Teil dieser Bewegung ist.

Solidarische Grüße

Euer Team vom GWI

 
 
Feministische Digitalpolitik
Ein Smartphone zeigt das türkisfarbene Logo der Plattform Vinted.
Artikel

Warum das Beispiel von sexualisierten Belästigung auf Vinted.de zeigt, dass wir eine feministische Cybersecurity brauchen
Digitale Plattformen sind Räume genderbasierter Gewalt, doch wirksamer Schutz fehlt. Eine Studie von Das NETTZ zeigt massive Mängel bei Meldewegen: schwer auffindbar, juristisch verschleiert, nicht barrierefrei. Deceptive Patterns schrecken vom Melden ab.

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Reproduktive Gerechtigkeit
Illustration: Person sitzt in einem Innenraum, hält Schwangerschaftstest in der Hand.
Artikel

„Fertilitätskrise“: Auch der unerfüllte Wunsch Schwanger zu werden ist politisch
Immer mehr Menschen würden gerne Kinder – oder mehr Kinder – haben, als sie bekommen. Das verdient Solidarität. Doch worin liegen Ursachen, und welche Lösungsmöglichkeiten gibt es? Eine queer-feministische Spurensuche.

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Feministischer Zwischenruf
Eine Linienzeichnung einer weiblich gelesenen Person mit langem Pferdeschwanz und Sonnenbrille in den Haaren vor mintgrünem Grund. Um sie herum steht in dicken schwazren Lettern "Feminismus mit Vorsatz"
Artikel

Arbeiten bis zum Umfallen, gebären bis zur Erschöpfung
Mehr arbeiten, länger durchhalten, weniger „Ausreden“ – so klingt die Agenda der CDU/CSU. Wer Care-Arbeit leistet, meist Frauen, wird moralisch belehrt. Über faire Löhne, Gleichstellung und reproduktive Rechte spricht kaum jemand.

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Antifeminismus
Plastik-Babypuppen liegen nackt herum, eine Trennlinie teilt sie in zwei Gruppen.
Artikel

Pronatalismus Reloaded. Rechte Ideologie mit Hightech-Update
Pronatalismus feiert ein Comeback. Doch der dahinterstehenden Bewegung geht es nicht um den Erhalt der Menschheit, sondern um die Reproduktion bestimmter Bevölkerungsgruppen. Was passiert, wenn diese Ideologie auf finanzielle und politische Macht sowie moderne Reproduktionstechnologien trifft? 

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Demonstrierende halten ein lilafarbenes Transparent: "Antifeminismus bekämpfen. Gegen Faschismus und Patriarchat."
Interview

„Möglichst viele ‚richtige‘, ‚gesunde‘ Kinder produzieren“. Ein Gespräch über Antifeminismus, Reproduktion und die (extreme) Rechte
Die Kontrolle über Reproduktion ist ein rechtes Kernthema, vom fundamentalistischen Christentum bis hin zu neonazistischen Strukturen. Lina Dahm hat dieses antifeministische Gemengelage sortiert.

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Dossier: Mit Sicherheit – nicht?
Illustration vor pinkfarbenem Hintergrund von einem Uterus, einer Tür, einer Erdkugel in Ketten mit Schloss und einem Gender symbol, das von einem Regenschirm beschützt wird
Dossier

Mit Sicherheit – nicht? Einladung zur sicherheitspolitischen Debatte aus feministischer Perspektive
Kinderarmut, Wohnungslosigkeit, geschlechtsspezifische Gewalt, rassistische Ausgrenzung, soziale Prekarität und die Klimakrise bedrohen die Sicherheit von Millionen – doch die politische Debatte richtet sich auf nationale Grenzen, Eigentum und Aufrüstung statt auf menschliche und soziale Sicherheit.

Wir danken den Illustrator*innen Melanie Gandyra, Luisa Stömer und Eva Wünsch.

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Illustration: Vor pinkfarbenem Hintergrund schwebt ein grüner aufgespannter Regenschirm.
Dossier-Artikel

Für Sicherheit sorgen: Care ins Zentrum einer Antifaschistischen Wirtschaftspolitik
Die aktuellen multiplen Krisen gehen mit Sicherheitsbedrohungen einher. Die Klimakrise bedroht Gesundheit, Infrastruktur und Ernährung. Die wachsende soziale Ungleichheit bedroht unsere Demokratie. Trotzdem wird in Debatten über Sicherheit ausschließlich über Aufrüstung und Abschottung gesprochen. Sicherheit wird als ein passiver Zustand verstanden, der nur über die Abwehr von einer vermeintlichen Gefährdung erreicht werden kann. 

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Antifeminismus-begegnen-Mediathek
 
Zwei Karotten auf weißem Grund. Text: „Atemlos hinter der Karotte der Männlichkeit“, Artikel über Jungen*arbeit und Männlichkeiten.
Fachartikel

Atemlos hinter der Karotte der Männlichkeit. Jungen*arbeit als Prävention autoritärer Männlichkeiten
Autoritäre Männlichkeiten feiern ein Comeback, befeuert von einem digitalen Chor aus Fitfluencern, Pick-up-Artists und selbsternannten Coaches, die Härte, Dominanz und heteronormative Ideale als Erfolgsrezept verkaufen. Während misogyne Online-Kulturen erstarken und soziale wie kulturelle Bereiche unter Druck geraten, vertiefen sich gesellschaftliche Spaltungen zwischen Männern* und Frauen*. Der Beitrag von Andreas Hechler analysiert die Verlockungen dieser Ideologie, zeigt ihre Kosten für Jungen* auf und entwirft Perspektiven für eine geschlechterreflektierte Pädagogik als Gegenentwurf.

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Anne-Klein-Frauenpreis
Portrait von der Preisträgerin Awa Fall-Diop
Ehrung

Die senegalesische Frauenrechtsaktivistin Awa Fall-Diop wird mit dem Anne-Klein-Frauenpreis 2026 ausgezeichnet
Als panafrikanische Feministin setzt sie sich seit Jahrzehnten für Geschlechtergerechtigkeit ein, oft auch auf Kosten ihrer persönlichen Freiheit. Die feierliche Preisverleihung findet am 06. März in Berlin statt und wird per Livestream übertragen.

Mehr Infos
 
 
Veranstaltungen
Zwei Buchcover nebeneinander: „Sibel Schick – Mein Körper, wessen Entscheidung?“ und „Dr. med. Alicia Baier – Das Patriarchat im Uterus“.
Buchvorstellung und Diskussion

Dienstag, 24. März 2026, 19.00–21.00 Uhr
Reproduktive Selbstbestimmung: Eine Frage von Gerechtigkeit
Alicia Baier und Sibel Schick analysieren in ihren Büchern die patriarchalen und diskriminierenden gesellschaftlichen Strukturen, die Selbstbestimmung verhindern.

Moderiert von Anthea Kyere lädt der Abend dazu ein, über reproduktive Gerechtigkeit als gesellschaftliche Aufgabe und politische Forderung zu sprechen: über feministische Perspektiven auf Selbstbestimmung, rechte Körperpolitiken, Solidarität und die Frage, wie Selbstbestimmung jenseits von Tabuisierung, Stigmatisierung und Ungleichheit möglich wird.

Mehr Infos
 
 
Das GWI bei Instagram
Illustration: Instagram-Beitrag vom Account „gwi_feminismus“ mit zwei Personen, die sich selbstbewusst präsentieren. Text: Heinrich Böll Stiftung, Gunda Werner Institut.
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@gwi_feminismus
Wir posten regelmäßig intersektional und feministisch. Folgt uns gerne!
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gwi-boell.de

 

Bilder: Abschied: Feministische Digitalpolitik: unsplash/ appshunter; Reproduktive Gerechtigkeit: imago / Westend61; Feministischer Zwischenruf: IMAGO / Bernd Friedel; Antifeminismus: freepik, Public Domain; Leonhard Lenz, CC0, via Wikimedia Commons; Dossier: Gunda Werner Institut, all rights reserved; Antifeminismus-begegnen-Mediathek: LAG Jungenarbeit in NRW e.V. Alle Rechte vorbehalten; Anne-Klein-Frauenpreis: Angelina Uloma, All rights reserved; Veranstaltungen: S. Fischer Verlag; Droemer Verlag, Bearbeitung: hbs. All rights reserved. Das GWI bei Instagram: Illustration: El Boum, all rights reserved. 

Absenderin: Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung, gwi@boell.de
Redaktion: Franziska Schmid, Josephine Riediger
V.i.S.d.P.: Annette Maennel

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